Es gibt gute Neuigkeiten für digitale Nomaden und Menschen, die in Costa Rica leben, jedoch nicht in Costa Rica gemeldet sind. Die Regierung von Costa Rica hat sich nämlich dazu entschieden, die maximal möglichen 90 Tage Aufenthalt im mittelamerikanischen Land, die für Touristen und Ausländer ohne Aufenthaltserlaubnis (Residencia) bis dato möglich waren, auf maximal 180 Tage zu verdoppeln und somit die liberale und offene Haltung, die die Regierung gegenüber Ausländern pflegt, weiter zu unterstreichen.

Somit können Touristen ein halbes Jahr am Stück im Land bleiben, ohne sich bürokratischen Abläufen stellen zu müssen. Dazu muss auch kein Visum beantragt werden, die maximale Aufenthaltsdauer von 180 Tagen wird direkt nach Ankunft am Flughafen in Costa Rica im Reisepass vermerkt.

Das macht Visa Runs (Kurzbesuche in umliegende Länder, um wieder eine gewisse Anzahl an Tagen bleiben zu dürfen) weitestgehend unnötig.

Während die Regelung für Touristen, die ohnehin meist nur 14 Tage im Land bleiben, wenig relevant ist, gibt es hier eine riesige Zielgruppe an Menschen, die enorm davon profitiert. Gerade weil viele europäische Auswanderer aufgrund diverser steuerlicher und familiärer Verpflichtungen dauerhaft Ihren Erstwohnsitz in Europa behalten müssen, aber den gesamten europäischen Winter in Costa Rica verbringen, ist das eine echte Verbesserung der Rahmenbedingungen.

Es ist davon auszugehen, dass aufgrund der gelockerten Regelung noch mehr Menschen Costa Rica als dauerhaften Aufenthaltsort ins Visier nehmen werden. Das dürfte die ohnehin vorhandene positive wirtschaftliche Entwicklung in Costa Rica weiter verstärken und die Aufwärtsspirale im mittelamerikanischen Land weiter antreiben.